Voraussetzung ist, daß allegro-C bereits installiert ist, und zwar in der aktuellsten Version (v15e vom 18.5.1998).
Aus dem Cockpit der bereits installierten Allegro-Anwendung heraus ist der Menuepunkt
neue Version installieren / u = Update-Installationanzuwählen.
Es erfolgt die Frage von welchem Laufwerk?, hier geben Sie bitten den Laufwerksbuchstaben (A oder B) Ihres Diskettenlaufwerks an.
Während der Installation werden Sie an einer Stelle gefragt, ob die von der Installationsprozedur getroffenen Setzungen korrekt sind bzw. beibehalten werden sollen. Wenn Sie mit n antworten, werden Ihnen die Setzungen im Editor präsentiert und Sie können sie in beschränktem Ausmaß noch beieinflussen, gewisse Änderungen (Netzlaufwerksbuchstabe, Wurzel der Netzinstallation, Name des Programmverzeichnis) sind allerdings fest.
Liegt das Programmverzeichnis der Allegro-Installation nicht auf Laufwerk C:, so wird eine Netzwerkinstallation vorbereitet.
Nach Abschluß der regulären Installation können Sie mit einem Editor die Steuerdatei ini_cap.bat im Hauptverzeichnis der Installation (Verzeichnis \capri auf dem Netzlaufwerk) bearbeiten:
Sie können für die Variable -loc und -net zwei verschiedene Laufwerksbuchstaben vergeben (dies ist automatisch passiert, falls die Allegro-Installation bereits auf dem Netz lag).
Arbeitsverzeichnis ist das Verzeichnis, das durch die Variable -wrk angegeben wird, es muß auf dem durch -loc angegebenen Laufwerk liegen. Dieses Verzeichnis darf leer sein bzw. sollte ruhig öfters gelöscht werden. Typischerweise legt man es so, daß es auf der lokalen Platte (C:) jedes Rechners liegt oder im Home-Verzeichnis des aktuellen Benutzers.
MERKE: Pfadanpassungen erfolgen typischerweise nur in ini_cap.bat und ggfls. den Startdateien im Hauptverzeichnis \capri, nirgendwo sonst!
OBACHT: Das so angelegte Strickmuster geht davon aus, daß das zentrale Laufwerk mit der Installation (Netzlaufwerk) von allen Arbeitsplätzen aus gleich angesprochen werden kann, also insbesondere stets denselben Laufwerksbuchstaben hat. Dies kann in Windows-peer-to-peer Netzwerken für die Servermaschine ein Problem sein. Abhilfe in diesem Fall: das Hauptverzeichnis \capri (ohne Unterverzeichnisse) duplizieren und in den Dateikopien die Pfade anpassen.
Als Arbeitsverzeichnis für die Arbeit unter Capriccio wird c:\capri empfohlen. Dieses Arbeitsverzeichnis wird im Zweifelsfall von der zentralen Initialisierungsroutine ini_cap.bat eingestellt.
Bei der Einrichtung von Capriccio unter Windows-Betriebssystemen sollten für die folgenden Startdateien Verknüpfungen auf den Desktops der Benutzer eingerichtet werden:
Die Caprccio-Installation benötigt etwa 50 Bytes Umgebungsspeicher fest plus noch etwa 80 Bytes Reserve, zusammen also etwa 130 Zeichen.
In den Eigenschaften der Verknüpfungen kann man das Startverzeichnis ebenfalls festlegen sowie (Win32) den anfänglichen Umgebungsspeicher korrigieren.
Unter Windows 3.11 empfiehlt sich u.U. eine generelle Erhöhung des Umgebungsspeichers für DOS-Applikationen durch Setzen von
CommandEnvSize=1024(oder ein anderer, angemessener Wert) im Abschnitt
[NonWindowsApp]der Systemdatei SYSTEM.INI im Windows-Verzeichnis.
Unter MS-DOS 6.x wird der Umgebungsspeicher über den Schalter /E: im SHELL-Kommando in der Datei C:\CONFIG.SYS festgelegt, etwa
SHELL=C:\COMMAND.COM C:\tmp /E:1024 /P
Anmerkung: Beim Umgebungsspeicher handelt es sich nicht um dem auf dem Rechner zur Verfügung stehenden Platz (Plattenspeicher) oder den für gerade ausgeführte Programme zur Verfügung stehenden Platz (virtueller Speicher) oder den in Form von Speicherbausteinen zur Verfügung stehenden Platz (Hauptspeicher) oder den für MS-DOS-Applikationen zur Verfügung stehenden Platz im Hauptspeicher (konventioneller Speicher) oder eine der diversen Formen von Erweiterungsspeicher. Vielmehr handelt es sich um einen dem jeweiligen Kommandointerpreter (COMMAND.COM, CMD.EXE) zugeordneten Speicherbereich in der Größe von nur wenigen Zeichen, in dem die aktuellen Umgebungsvariablen (etwa Suchpfad für Programme, Name des Temporärverzeichnis, Programmverzeichnis für Allegro etc.) vorgehalten werden. Je nach auf dem Rechner installierten Treibern und Anwendungssoftware ist dieser Umgebungsspeicher unterschiedlich stark belegt und muß daher ggfls. höher dimensioniert werden.
:Umgebungskonfiguration CapriccioIn den folgenden Zeilen wird das Arbeitsverzeichnis als \capri auf Laufwerk C: festgelegt und versucht, es neu zu erzeugen, falls es noch nicht existiert. Danach wird dorthin gewechselt.
rem Lokales Arbeitslaufwerk (evtl. auf C; aendern) set -loc=c: rem Lokales Arbeitsverzeichnis (auf allen Clients erzeugen!) set -wrk=c:\capri rem Wechsel ins Arbeitsverzeichnis %-LOC% if not exist %-WRK%\ini_cap.log md %-WRK% cd %-WRK%In diesem Beispiel liegt die gesamte Installation auf Laufwerk E:, dort im Verzeichnis \capri und Unterverzeichnisse.
Die Kopie des Allegro-Programmverzeichnis liegt dabei in e:\capri\prg, alle direkt startbaren Prozeduren im Hauptverzeichnis e:\capri.
rem der Rest bleibt auf dem Netz rem (Netz-)laufwerk (Vorgabe: e:) set -net=e: rem Steuerung (Vorgabe: e:\capri) set -cap=e:\capri rem Programmverzeichnis (Vorgabe: e:\capri\prg) set -P=e:\capri\prgStets eingestellt ist die Datenbank cap im Verzeichnis e:\capri\cap.
rem Datenbankverzeichnis (Vorgabe: e:\capri\cap) set -D=e:\capri\cap rem Datenbankname (Vorgabe: cap) set -B=capNoch einige Standardsetzungen für Allegro
rem Sprache (Vorgabe: GER) set -L=GER rem Konfiguration u. Abfragemaske (Vorgabe: Acap) set -K=AcapDer Ostwest-Zeichensatz (Handbuch Anhang E, p. 332f) wird gestartet.
rem Ostwest-Font auf Anforderung if "%1" == "ostwest" call e:\capri\prg\ostwest rem Ab hier bitte nicht mehr aendern! ...Hier wird jetzt nur noch der Umgebungsspeicher auf Überlauf getestet.
Aus dem Arbeitsverzeichnis für die Arbeit unter Capriccio (c:\capri) kann man einen der folgenden Aufrufe starten:
In Abhängigkeit vom Betriebssystem sollte der Zugang durch die für das System vernatwortliche Person über festeingrichtete Icons oder Menuepunkte realisiert worden sein, siehe die Diskussion unter (cf.).
Über das Cockpit gibt es eine einfache Möglichkeit, Fremddatenanwendungen nutzbar zu machen, vorausgesetzt es existieren funktionierende Import-Parameter.
Aufzupassen ist hier: Für Daten, die verschiedene Importparameter benötigen, darf nicht dieselbe Download-Datei ausgewählt werden, sonst gibt es einen Konflikt. Eine Ausnahme bilden die Daten, die die Anwendung der Normdaten-CD exportiert: Die Datensätze liegen in drei verschiedenen Formaten (abwechselnd) in einer Datei vor. Die drei Sätze von Importparametern sind aber auf diese Situation vorbereitet und berücksichtigen nur die Daten, für die sie geeignet sind. Die Anbindung erfolgt hier über einen Verteiler NORM, der die drei realen Schnittstellen PNDCD, GKDCD und SWDCD zusammenfaßt.
Vorkonfiguriert sind folgende Schnittstellen:
| Typ |
Download-Datei |
Param. aim/apr |
Bemerkungen |
| NORM |
normdat.mab |
|
Verteiler für PNDCD SWDCD GKDCD |
| PNDCD |
normdat.mab |
pndcd / pndout |
alle MAB-Dialekte in einer Datei |
| SWDCD |
normdat.mab |
swdcd / swdout |
siehe PNDCD |
| GKDCD |
normdat.mab |
gkdcd / gkdout |
siehe PNDCD |
| DNB |
|
dbcd / i-1 |
|
| VLB |
vlb.dat |
vlb / i-1 |
|
| KNO |
vlb.dat |
vlb / i-1 |
Auf VLB-CDROM |
| VVB |
vvb.dat |
vlb / i-1 |
Auf VLB-CDROM |
| VLBW |
vlbw.dat |
vlb / i-an2asc |
Windows-Zeichensatz! |
| BIP |
bip / i-1 |
Dementsprechend müssen die Fremddatenanwendungen so eingestellt werden, daß sie